Die klassische Nachtwanderung ist ein Spaziergang durch die Dunkelheit. Es geht darum die Schönheit der Natur mit all ihren Tieren und Geräuschen auch einmal in der Dunkelheit zu erleben. So können vielleicht Fledermäuse, Hasen oder Glühwürmchen entdeckt werden. An klaren Tagen können Sternbilder bestaunt werden. Dabei kann man sich nicht nur auf das Sehen verlassen, sondern muss sich auch auf das Hören und Tasten konzentrieren.

Doch hast du schon einmal daran gedacht, eine Schnitzeljagd erst nach der Dämmerung zu starten? Besonders bei älteren Kindern wird die Schatzsuche bei Nacht so zu einem ganz besonderen Highlight. Außerdem wird das Vertrauen zu anderen Teilnehmern und das Gruppengefühl durch die gemeinsame Erfahrung einer Nachtwanderung gestärkt.

Für eine Schatzsuche bei Nacht benötigt man Taschenlampen, am Besten für jeden Teilnehmer eine. Ein paar zusätzliche Akkus oder Batterien sollten sich ebenfalls in der Ausrüstung befinden.

Was bei einer Nachtwanderung zu beachten ist möchten wir nun etwas ausführlicher beschreiben:

1. Die Wahl der Wegstrecke

  • Kenne deine Wegstrecke! Du solltest die gewählte Strecke auf jeden Fall bereits vorher bei Tageslicht abgelaufen sein um dir mögliche Hindernisse oder Gefahrenstellen anzusehen.
  • Die gewählte Wegstrecke sollte weder sumpfig sein noch abschüssige oder gefährliche Passagen haben.
  • Die gewählte Strecke sollte sich nicht in einem Naturschutzgebiet befinden, um die dort lebenden Tiere nicht zu stören.
  • Die Schatzsuche sollte nicht durch Jagdgebiete führen!

2. Die beste Tageszeit

Zu einer Nachtwanderung kannst du in der Dämmerung oder am frühen Morgen aufbrechen.

Startest du sobald es langsam dämmert, läufst du in die Dunkelheit hinein. Dies ist wohl bei Kindergeburtstagen die üblichste Art einer Nachtwanderung. Besonders weil es im Winter bereits vor 17 Uhr dämmert. So lässt sich die Nachwanderung besonders schön mit einer Übernachtungsparty verbinden.

Der Vorteil an einer Nachtwanderung während der frühen Morgenstunden liegt darin, dass man die Chance hat den Sonnenaufgang zu erleben.

Findet die Nachtwanderung bei Vollmond statt, so ist es bei klarem Himmel meist hell genug um auf den Einsatz von Taschenlampen zu verzichten.

3. Die Ausrüstung

An diese Dinge sollte jeder Schatzsucher bei Nacht denken:

  • Trittsichere wasserdichte Schuhe
  • Eine entsprechende Außenbekleidung
  • Eine Taschenlampe pro Teilnehmer
  • Mindestens 1 Liter Wasser oder Tee pro Teilnehmer
  • Proviant
  • Ein Handy für den Notfall

 

Wegmarkierung für eine Schatzsuche bei Nacht

Es gibt mehrere Arten den Weg auch in der Dunkelheit gut sichtbar zu markieren. Achte jedoch darauf, dass die Schatzjäger alle von dir ausgelegten Dinge zur Markierung während der Schatzsuche auch wieder einsammeln! Als Motivation kannst du für jeden eingesammelten Gegenstand am Ende eine kleine Belohnung versprechen.

  • Reflektoren

Mit Reflektoren (auch Katzenaugen genannt) oder Reflektorfolie (Reflektorband/Reflektierende Aufkleber) lässt sich die Wegstrecke ganz einfach markieren. Die Schatzjäger müssen die Reflektoren dann mit Hilfe einer Taschenlampe finden.

Es gibt Reflektoren in vielen verschiedenen Größen und Farben. Neben den bekannten Fahrradreflektoren findest du im Internet auch kleine mit Reflektorfolie beklebte Reißzwecken, selbstklebendes Reflektorband zum zurechtschneiden, reflektierende Aufkleber und andere geeignete kleine Reflektoren. Suche im Internet z.B. bei Amazon nach „Geocaching Reflektoren“, so werden dir kleine reflektierende Aufkleber angezeigt die sich perfekt eignen. Je nach Größe der Aufkleber kannst du mit diesen auch Reißzwecke bekleben. Bitte entferne diese Wegmarkierung anschließend wieder von den Bäumen.

Zur Wegmarkierung kannst du eine Kette von Reflektoren einsetzten. Dazu bringst du entlang der Wegstrecke viele Reflektoren in ca. 50 Meter Abstand an. Du kannst die Reflektoren aber auch nur an Wegkreuzungen anbringen und den Rest der Strecke im Dunkeln lassen. Achte besonders darauf, dass du Stationen an denen die Kinder Rätsel lösen sollen ausreichend markierst. Nutze dazu eventuell eine andere Farbe oder einen größeren Reflektor.

  • Knicklichter

Eine sehr hübsche und günstige Wegmarkierung stellen Knicklichter dar. Diese bunten Lichter kannst du einfach entlang der Wegstrecke in den Boden stecken oder an Äste hängen. Kinder freuen sich bereits während der Schnitzeljagd darauf, möglichst viele Knicklichter auf dem Weg zum Schatz einzusammeln. So hat bereits jedes Kind vor erreichen der Schatzkiste einen kleinen bunten Schatz eingesammelt.

  • UV-Markierungen

UV-Markierungen können mit einem UV-Edding oder UV-Farbe an Bäume oder andere Gegenstände aufgemalt werden. Solche Wegmarkierungen werden nur sichtbar, wenn die Teilnehmer diese mit einer UV-Lampe anleuchten. Da diese Markierungen an Wegkreuzungen erst einmal gesucht werden müssen, sollten in der Gruppe der Schatzjäger mehrere UV-Lampen vorhanden sein.

UV-Stifte und kleine UV-Taschenlampen erhält man günstig im Internet. Die Stifte sind sogar an Bäumen eine Zeit lang wasserfest. Wenn du für jeden Teilnehmer eine UV-Lampe kaufst hast du am Ende der Schnitzeljagd gleich ein kleines Mitgebsel für jeden Teilnehmer.

  • Teelichter

Auch Teelichter sind eine sehr schöne Wegmarkierung. Stelle die Teelichter dazu in kleine Gläser. Achte außerdem darauf, dass keine Brandgefahr droht. So eignen sich Teelichter sicherlich nicht in trockenen Wäldern oder auf trockenen Wiesen. In Ortschaften solltest du die Teelichter erst kurz vor dem Start der Schatzjäger aufstellen. Eine sehr schöne Alternative sind elektrische LED-Teelichter. Sie sind in Großpackungen günstig zu erwerben und sehen fast genauso schön aus.

 

  • Reaktives Licht

Reaktive Lichter kann man im Internet erwerben oder selber Basteln. Diese Variante der Wegmarkierung ist sicherlich die aufwendigste und teuerste. Reaktive Lichter werden erst durch kurzes Anleuchten aktiviert. D.h., dass die LED bei jedem Wechsel von Dunkel nach Hell kurz aufleuchtet und so den Weg zum Schatz weisen kann.